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Rückblick und Ahnengalerie seit 1998: [1998] [1999] [2000] [2001] [2002] [2003] [2004] [2005] [2006] [2007] [2008] [2009]
2. Preis: C. Heiland (Berlin): „C.Heiland animierte das Publikum, sich seinen Mund anzugucken und auch davon zu singen. Das tat er selbst dann auch, und zwar in G. Mit seinem Omnichord spielte er dazu in F. Das klingt schräg, isses auch. Wenn C.Heiland mit engem T-Shirt und Bauch auf die Bühne kommt und ‘Sex sells’ sagt oder eine Spielzeugente würgt und zum Geburtstagsgesang ansetzt, weiß niemand im Raum, was noch auf ihn zukommt. C.Heiland sang davon, dass das Licht nicht nur auf Bayern scheinen soll und darum schien´s wahrscheinlich diesmal auch auf ihn selbst: Verdienter 2. Platz!” (Begründung der Jury) 3. Preis: Markus Schneider (Kühbach): „Den 3. Platz hat in diesem Jahr ein Mann gemacht, der auf allen möglichen Röhren des Landes das Lied der Autobahnausfahrten seiner Heimat nur von gelegentlichem Jodeln unterbrochen in den Eimer bläst. Er verkauft Kopfhautmassagegeräte und sucht immer noch nach einem Verleger für sein Buch über Socken und Obst. Skurrile Musikcomedy aus Bayern, die zwar über schlechte Zeiten singt, aber dem Publikum keine schlechte Zeit bescherte. Und bitte: Verlegen Sie sein Buch, bevor er es selbst tut!“ (Begründung der Jury)
nominiert waren ferner: Bernd Barbe, Stefan Ebert, Das Eich
2. Preis: Das Bundeskabarett (Köln/Leipzig): „Ein Ensemble, das sich mit großem Engagement und 150% Spielintensität und dreifacher Präsenz für ein Thema einsetzt und das wunderbar und leidenschaftlich – roter Faden roter Kopf – durchzieht.“ (aus der Begründung der Jury)
3. Preis: Jens Heinrich Claassen (Düsseldorf): „Ein großartiger Pianist. Er hat Publikumsbindung, er hat Komplexe, alles was man braucht, um als Kleinkünstler erfolgreich zu sein. Der lang vermisste Großcousin von Herbert Grönemeyer. Keiner kann das Handtuch so sexy werfen wie er, aber das sollte er nicht tun, beruflich, denn dazu hat er keinen Grund!“ (aus der Begründung der Jury)
nominiert waren ferner: Ben Drummer (Berlin), Tilman Birr (Berlin), Andreas Dierkes (Bad Wünnenberg). In der Jury saßen: Matthias Gans (Neue Westfälische), das Ensemble Weltkritik (Vorjahressieger), Michael Thamm (WDR), Konnie Vossebein (Bunker Ulmenwall) und Thomas Held (Radio Hertz 87,9).
Pressestimmen: “Die Mischung aus Slapstick, Tanzeinlagen und Gesang konnte begeistern.” (Westfalenblatt) “’Mal so richtig auf die Tube drücken’ hatte sich das groteske Duo vorgenommen und quetschte eine urkomische Pointenpaste heraus. Herrlich, wie Silke Sumpf-Pretzsch die verunsicherte, aber doch bemühte Kabarettanwärterin gab, die ihre Chance unbedingt nutzen wollte. Genial, wie sie sich mit ‘Tastenknecht’ Thomas Lühmlich ums Mikrofon und wohlfeile Gags schlug.” (Haller Kreisblatt)
2. Preis: Uta Köbernick (Zürich): ”Ihr Programm ist voll von lächelnd vorgetragenen, geistreichen, bösartigen Liebenswürdigkeiten. Sie singt und liest und zeigt dabei dem Publikum was ‘es gibt’ und was sie kann. Bissig, charmant und lustig zugleich.” (Begründung der Jury) Pressestimmen: “Uta Köbernick präsentiert neben wunderbaren Liedern klug ausgewählte Lyrik. Nur knapp verpasste sie mit ihren ebenso tiefgründigen wie lakonischen Liedern den ersten Platz.” (Neue Westfälische) “Platz zwei für die Frau mit dem süßen Lächeln und den fiesen Gedanken.” (Haller Kreisblatt) “Wenn Uta Köbernick ihre Lieder singt und ihre großen Kulleraugen aufreißt, könnte man meinen, sie macht Popmusik für kleine Mädchen. Aber nur bis man genauer auf die von Ironie nur so triefenden pseudoromantischen Texte hört. - Endlich eine neue Form von Kabarett!” (Westfalenblatt)
3. Preis: El Mago Masin (Nürnberg): ”Er überlebte mehrere Wochen im Teutoburger Wald, überschüttet seine Freundin mit Schweineinnereien und findet ganz ungewöhnliche Artikel im Tupperware-Katalog. Sympathisch, entspannt und spontan zugleich. Er sagt von sich selbst: ‘Ich brauche keinen Kabarettpreis und kein Geld, mir reicht zum Glück ganz einfach Bielefeld’ . TRotzdem geht er heute mit dem 3. Preis nach Hause.” (Begründung der Jury) Pressestimmen: “Ein hoch gewachsener Schlacks mit Rastafari-Frisur und verschmitzem Lächeln gab den Barden.” (Haller Kreisblatt) “’Groben Unfug auf sechs Saiten’ verzapfte El Mago Masin, der mit seiner verschrobenen Anarcho-Komik das Publikum in zwei Lager spaltete. Die einen fanden sein Tun genial und handelten ihn bereits als ‘The next Helge Schneider’, andere konnten sich eher vorstellen, dass seine Masche nach zehn Minuten unwitzig wird.” (Neue Westfälische)
nominiert waren ferner: Eymess & Müller (Hildesheim), Sven Hieronymus (Mainz) und Jan-Christoph Poppe (Ravensburg). In der Jury saßen: Frank Jasper (Haller Kreisblatt), Matthias Gans (Neue Westfälische), ASS-Dur (Vorjahressieger) und Thomas Held (Radio Hertz 87,9).
1. Preis und Publikumspreis: Ass-Dur (Berlin): ”Das Programm zwischen Hysterie und Psychogenem hat uns überzeugt. Einwände innerhalb der Jury waren, dass der, der ein Klavier auf der Bühne hat, immer natürliche Vorteile besitzt. Aber wenn es dann so perfekt benutzt wird, dann ist das - nein, keinen Asbach Uralt - sondern den Pudding wert. Der 10. Bielefelder Kabarettpreis geht an Ass-Dur.” (Begründung der Jury) Pressestimmen: “Ihr Programm ist abwechslungsreich, das Repertoire umfasst ungewöhnliche Performances, die einfach Spaß machen. Die schauspielerischen Leistungen sind ebenso überzeugend.” (Westfalenblatt) “Ihr klassisches Musikstudium [...] verbinden Ass-Dur auf genial Art mit Elementen aus Comedy, Kabarett und Zauberei.” (Neue Westfälische) “Das Duo hinterließ ein begeistertes Publikum, das zwischen Ehrfurcht und Fassungslosigkeit schwelgte.” (Haller Kreisblatt)
2. Preis: Michael Schönen (Köln): ”Jeder seiner Sätze ist sprachgewaltig. Er ist ein Tausendsassa zwischen tausend Themen. Die Jury denkt, Schlümpfe bleiben beim Erdrosseln blau und hat natürlich was gelernt: Wir ---leihen den zweiten Preis an Michael Schönen” (Begründung der Jury) Pressestimmen: “Brillant seine schöpferische Betroffenheitslyrik, tragische Dichtkunst und sprachverliebten Schüttelreime über Kain und Abel [...]: Michael Schönen dichtet ebenso komisch wie intelleigent - immer mit sauberem Versmaß und Schalk im Nacken.” (Neue Westfälische) “Michael Schönen schraubte Wort an Wort und trieb dabei alltägliche Banalitäten ironisch auf die Spitze. Jeder Satz ein kleines Kunstwerk.” (Haller Kreisblatt) 3. Preis: Jundula Deubel (Berlin): ”Sie hat ihr Publikum im Griff und ihren Schlüppi aber noch nicht wieder. Wo ist also der Schlüppi? Dank ihres Servize-Lächelns wird Jundula Deubel den Sprung vom Karaoke auf die Kabarett-Bühnen der Nation schaffen. Auch auf die Gefahr hin, das den Jurymitgliedern eine Nagelfeile im Rücken stecken bleibt - Bronze für Jundula Deubel.” (Begründung der Jury) Pressestimmen: “Jundula Deubel verzückte schließlich als fleischgewordene Comicausgabe der Prekariatsgöre. [...] Das Berliner Comedy-Talent agierte absolut erfrischend und souverän auf der Bühne - schwer kultverdächtig die junge Dame!” (Haller Kreisblatt) “Das Publikum liebte Jundula Deubel für ihr loses Mundwerk und war ‘janz baff’ von so viel Ungezwungenheit.” (Neue Westfälische)
nominiert waren ferner: Das Hottentottenrennquintett (Mannheim), Der Koschuh (Innsbruck) und Florian Kopp (München). In der Jury saßen: Frank Jasper (Haller Kreisblatt), Matthias Gans (Neue Westfälische), Konnie Vossebein (Bunker Ulmenwall), Michael Thamm (WDR Bielefeld), Peter Ortmann (TAZ NRW) und Thomas Held (Radio Hertz 87,9).
Pressestimmen: “Kling überzeugte mit intelligentem Witz, verschrobenen Texten und zeitkritischen Gedanken sowohl zum Weltgeschehen als auch zu alltäglichen Begebenheiten” (Neue Westfälische) “Marc-Uwe Kling servierte feinste Kabarettkost. ... Wer sich vom nonchalanten Auftreten Marc-Uwe Klings hatte täuschen lassen, dem sausten die Pointen im Laufe des Programms umso schärfer um die Ohren. Der Berliner zielte auf alles, was da kreucht und fleucht - und Musik und Lieder halfen da weiter, wo man hätte sprachlos sein können.” (Haller Kreisblatt) “Sowohl mit seinem melancholischen Requiem für eine tote Makrele und einer energischen Ode an die Digitalfotografie als auch mit einer mit bitterer Ironie garnierten Hommage ans Praktikantendasein sang sich der Künstler zum fingerfertigen Spiel auf seiner giftgrünen Gitarre in der Zuschauergunst ganz weit nach vorn.” (Westfalenblatt) 2. Preis: Hangen Range (Hürth): ”... wird ausgezeichnet für überragende Schauspielkunst, enorme Wandlungsfähigkeit, einen unvergesslich feucht-fröhlichen Lippenfurz und erhellende Einblicke in Hitlers Privatleben.” (Begründung der Jury) Pressestimmen: “Eine überragende schauspielerische Leistung bot Hangen Range. Captain Future war gestern, ‘Captain Plusqaumperfekt’ ist heute. Als Superheld der deutschen Sprache tauchte der Komiker temporeich und sprachgeandt in die Untiefen der vollendeten Vergangenheit.” (Neue Westfälische) “gewürzt mit herrlich schrägem Humor” (Westfalenblatt) “Respektlos, aufmüpfig und köstlich amüsant wechselte der Mann mit der Tolle im Handumdrehen seine Rollen. Den Führer als Witzfigur dastehen zu lassen, ist sicher nicht neu. Ihn als ‘GröSpaZ’ (Größter Spüler aller Zeiten) auf die Bühne zu holen und mit ‘Aria Ultra’ und hartem Wasser den teutonischen Abwasch erledigen zu lassen, bewies aber schrägen Humor und Wortwitz gleichermaßen.” (Haller Kreisblatt)
3. Preis: Erik Lehmann (Zwickau): ” ... wird ausgezeichnet für die sprachlich viruose Darstellung brisanter Themen und Typen. Er verstand es, mit leichter Hand unterm Stahlhelm nicht nur die Perversion moderner Kriegsspiele zu entlarven, sondern auch den Zusammenhang zwischen Schiiten und Skihütten zu klären.” (Begründung der Jury) Pressestimmen: “Überraschungsei des Abends war der erst 22-jährige Erik Lehmann”. (Neue Westfälische) “Der Zwickauer scherte sich kein Stück um Political Correctness, referierte unterm Stahlhelm über die Kriegsführung der Zukunft und plante mal eben den Luftangriff auf Bielefeld. Herrlich seine Stoiberparodie.” (Haller Kreisblatt) “Grandios geriet auch die herrlich politisch unkorrekte Edmund-Stoiber-Parodie. In seiner Paraderolle lief Erik Lehmann bei gestenreichem, genüsslich verhaspelten Nonsens zu Bestform auf.” (Westfalenbaltt) nominiert waren ferner: Rüdiger Rudolph( Berlin), Genzow & Halfmann (Freiburg) und Andre Kaiser (Berlin).
In der Jury saßen: Frank Jasper (Halle Kreisblatt), Michael Krebs (Vorjahressieger), Gerd Kelleter (Neue Westfälische), Konnie Vossebein (Bunker Ulmenwall) und Thomas Held (Radio Hertz 87,9).
Pressestimmen: “Michael Krebs trägt den Schalk nicht im Nacken, er steht ihm ins Gesicht geschrieben.Ein verschmitztes Grinsen auf den Lippen und schräge Ideen im Kopf setzte sich Michael Krebs ans Klavier und klimperte sich in die Herzen des Puublikums.” (Haller Kreisblatt) “Liebling des Abends war Michael Krebs [...] Doch auch mit eigenen Songs vermochte der 30jährige zu überzeugen.” (Neue Westfälische) 2. Preis: Sven Kemmler (München): ”Publikum und Jury waren sich einig: Dieser zweite Platz war knapp und hätte fast ein erster sein können. Mit unverbrauchten Themen und Pointen, die manchmal auch erst hinter der Kurve zünden, überzeugte Sven Kemmler.” (Begründung der Jury) Pressestimmen: “Einzig Sven Kemmler artikulierte sich gesellschaftspolitisch.” (Haller Kreisblatt) 3. Preis: Götz Frittrang (Bamberg): ”Mit überzeugender Vortragswucht und, man möchte sagen, Mutterwitz, sowie der poitenreichen Dokumentation von Erziehungsmustern geht Platz 3 an Götz Frittrang.” (Begründung der Jury) Pressestimmen: “Überaus erfrischend. Das Kabarettschwergewicht aus Bamberg machte aus seinen paar Pfunden Übergewicht keinen Hehl sondern reihenweise Witze.” (Haller Kreisblatt) “Ist das Hawai-Hemd auf Extasy erst einmal richtig in Fahrt, holt Frittrang mit hysterischem Gekicher so manche Leiche aus der Badewanne hervor. Schön schräg!” (Neue Westfälische) 4. Platz: Georg Weisfeld (Berlin): ”Für seine präzisen Rollenbilder, die Fähigkeit und den Anspruch zum Rollenwechsel, allerdings als Exot unter der Rubrik ‘Kabarett’ gelangt auf den 4. Platz: Georg Weisfeld.” (Begründung der Jury) Pressestimmen: “Weisfeld schöpfte aus seinem reichhaltigen Grimassenfundus, verloste als schmieriger Showmaster Tütensuppen und schob sich während seiner Performance auch mal einen Löffel durch die Nase.” (Haller Kreisblatt) “Abgedreht die Nummer, bei der er sich durch einen Kleiderbügel zwängt, überzeugend auch die exotische ‘directest-cut’-Version von Godzilla” (Neue Westfälische) nominiert waren ferner: BlöZinger (Linz) und Katinka Buddenkotte (Köln).
Pressestimmen: “Schwer Kultverdächtig,... knapp und urkomisch ... unbedingt empfehlenswert” (Neue Westfälische) 2. Preis & Sieger der Publikumswertung (Publikumspreis): Ludger K. (Duisburg): ”Ludger K. überzeugte durch seine absolut professionelle Vorstellung, seine Wandlungsfähigkeit, Souveränität und seine gezielten Seitenhiebe. Dabei scheute er nicht davor zurück auch mal die ganz großen Kollegen und nicht immer nur die Politiker anzugreifen.” (aus der Begründung der Jury). Pressestimmen: “Ein Comedy-Künstler mit erstklassigen Entertainment-Qualitäten” (Neue Westfälische) 3. Preis: Die Quetschtragödie (Hamburg): ”Den 3. Platz erhalten die ‘Quetschtragödie’ für ein gutes Konzept mit schönen Ideen und tollen Texten, deren musikalische Vorlagen phantasievoll umgesetzt wurden. Sie zeigten eine große Bandbreite ihres Könnens und noch nie wurde der Eisberg aus ‘Titanic’ cooler getanzt.” (Begründung der Jury) Nominiert waren: Senay (Düsseldorf), Ulan & Bator (Berlin/Köln) und Zärtlichkeiten mit Freunden (Riesa) In der Jury saßen: Andre Eberlei (Vorjahresfinalist), Matthias Gans (Neue Westfälische), Frank Jasper (Radio Bielefeld), Fabian Lau (Kabarettist) und Konnie Vossebein (Veranstalterin).
6. Bielefelder Kabarettpreis 2003:
Pressestimmen: “In ihrer fast schon legendären ‘Bildungsfahrt’ mit der Kölner U-Bahn erlebte die 29jährige ‘auditive und visuelle Katastrophen’. ... Dagmar Schönleber vermag mit ihrer gelungenen Mischung aus Lesung und Stand-up zu überzeugen.” (Neue Westfälische) 2. Preis: Benjamin Eisenberg (Bottrop): ”Benjamin Eisenberg lässt in jungen Jahren viel Potenzial erahnen. Sein parodistisches Können überzeugte. Er ist nicht nur sprachlich rasant, sondern auch noch mit einem Affenzahn hinter Inge Meysel her.” (Begründung der Jury). Pressestimmen: “Wohl absolute Ausnahmeerscheinung ist der erst 20jährige Benjamin Eisenberg aus Bottrop, der sich nicht um ‘political correctness’scherte. ... Mit Schärfe und Biss forderte er das Publikum heraus... Vielversprechend.” (Neue Westfälische) 3. Preis: Andre Eberlei (Göttingen)/ Ramona Schukraft (Köln): ”Andre Eberlei wird sich in Zukunft nicht mehr darüber ärgern müssen, dass sich seine afghanischen Kollegen ohne ihn über Sex unterhalten, denn er hat es verdient, dass in Zukunft das ganze Gemeindezentrum für ihn geheizt wird.” (Begründung der Jury) “Ramona Schukraft ist eine temperamentvolle Rampensau, die uns rasant durch Alltagsszenen treibt: ob als Ramona im IKEA-Kinderparadies oder in der wunderbaren Darstellung einer spielfreudigen Haus-Spinne.” (Begründung der Jury) Pressestimmen: “Erfrischend vielseitig: Eberlei überzeugte in seinem Outing als Mc-Donalds-Mitarbeiter, bewies, dass sich mit nur drei Vokabeln ...nahezu alle Situationen des Lebens meistern lassen und dass der Apfel vom Baum der Erkenntnis das ‘erste genmanipulierte Produkt war, vor dessen Verzehr schon der Hersteller warnte’” (Neue Westfälische). “Ramona Schukraft wusste mit Alltagsgeschichten oder Hasstiraden über frischverliebte Pärchen, ‘denen die Sonne schon fast aus dem Arsch scheint’ zu begeistern. Dabei lebte ihr Programm ... vor allem von der temporeichen Art der Präsentation.” (Neue Westfälische) www.silas-maria-richter.de (Andre Eberlei) www.comedyluder.de (Ramona Schukraft) Die o.g. vier KünstlerInnen wurden in der Vorrunde vom Publikum ins Finale gewählt. Ferner waren nominiert: Gunther Marks (Hamburg), Andrea Witschi (Berlin/Bern).
5. Bielefelder Kabarettpreis 2002:
Pressestimmen:: “Mit Martina Schwarzmann trat eine Frau ins Rampenlicht, die sich erfreulich eigenständig präsentierte und vom üblichen Comedy-Einerlei abhob. Ihre Darstellung der ur-bajuwarischen Bauerstochter war neu und unverbraucht. Einfach herzallerliebst.” (Westfalenblatt) “Dass sie es im tiefsten Preußen geschafft hat, noch dazu als erste Frau im Kampf um den Pudding, spricht für sich. Unbedarft und einfältig gibt sie sich. ... Ihre Lieder handeln von Fleischfachverkäuferinnenfetischisten oder den Memoiren einer Gummipuppe, die sie auf ihre schüchtern-charmante Art neben vermeintlich ernst gemeinten Gedichten mit umwerfend komischer Wirkung präsentiert.” (Neue Westfälische) 2. Preis: Philipp Weber (Tübingen) “Der zweite Preis geht an einen Comedian, der wunderbar war heute abend. Er ist temporeich und sprachgenwandt. Er ist vielseitig und gewinnt dem Geschlechterkampf neue Facetten ab.” (Aus der Begründung der Jury) Pressestimmen: “Multitalent Philipp Weber ... ein vielseitiger, wandlungsfähiger Comedian mit temporeich und sprachgewandt präsentierten Sketchen Stand-ups und Liedern.” (Neue Westfälische) “Sein ungezwungenes Spiel mit Geschlechterrollen” lobt das Westfalenblatt. 3. Preis: Rüdiger Höfken (Krefeld) “Er ist bissig, direkt und provokativ. Er ist mutig genug, hartes und böses Kabarett auf die Bühne zu bringen.” (aus der Begründung der Jury). Pressestimmen: “Höfken trug den Schalk nicht im Nacken, er stand ihm regelrecht ins Gesicht geschrieben. Seine politischen Seitenhiebe trieben auf Wogen von geschliffenen Formulierungen durch den Raum.” (Westfalenblatt) “Der Krefelder bewies, dass gutes politisches Kabarett in unserer Spaßgesellschaft noch nicht ausgestorben ist.” (Neue Westfälische) . Nominiert waren: Renate Coch (Bremen), Georg Eisenreich (München), Anny Hartmann (Köln)
4. Bielefelder Kabarettpreis 2001:
Pressestimmen: “Der Mannheimer steht als abgeschlossenes Produkt seiner selbst auf der Bühne. Die Frage nach Methodik, Technik oder Innovationsanspruch stellt sich bei ihm gar nicht erst. Begabung und Spielwitz, Inhalt und die Wahl der Mittel entsprechen sich ideal. ... Dann muss man ihm einfach zugestehen, dass er sein komödiantisches Handwerk ebensogut versteht wie das Spiel mit dem Publikum, das ihm zutraulich und willig aus seiner Hand frisst. Was will ein Comedian denn mehr?” (Neue Westfälische) “Man wird von ihm hören: von Bülent Ceylan, dem Mann aus Mannheim; dem Mann mit dem umgekehrten Heimvorteil. Wenn einer Bülent Ceylan heißt und dann als Harald auftritt, als deutscher Proll und eben nicht in Kanaksprak schwadroniert, sondern Monnhoimsprooch, dann hat so einer sein Publikum schnell im Griff. Bülent Ceylan weiß seinen Vorteil intelligent und im wahrsten Sinne des Wortes gewitzt zu nutzen.” (Bielefelder StadtBlatt) 2. Preis: Presssack (München/ Berlin) “Sie sind ausnahmsweise politisch und streuen tagesaktuelle Bezüge in den alltäglichen Medienwahn und sind virtuos in der Wiedergabe sämtlicher deutscher Mundarten. Im Rollenwechsel zeigen sie sich sehr wandlungsfähig “ (aus der Begründung der Jury) Pressestimmen: “Sie waren die einzigen Künstler an diesem Abend, die tagespolitische Themen aufgriffen. Auch sie wirkten auf hohem Niveau, was das Können anging. Sämtliche deutsche Dialekte scheinen sie perfekt drauf zu haben.” (Bielefelder StadtBlatt) “Der Ideenkosmos von Presssack besteht aus - Achtung, ihr Name spricht! - Presse, Funk und Fernsehen. ... Besonders die Liveübertragung vom Karnevalszug in Gorleben wusste zu gefallen.” (Westfalenblatt) “Allein die Rasanz der Darstellung, ihre Parodie auf die live übertragenen `CNN-News from Bielefeld-Bronx called Quelle´ und die mundartlich perfekt ausgeschmückte Konferenzschaltung von `Rosenmontagszügen´ zwischen Köln, Magdeburg (!) und Gorleben (!!) ließen erkennen, wie sicher die beiden Künstler bereits die denkbar gefährliche Gratwanderung zwischen Comedy und Politkabarett zu meistern wissen.” (Neue Westfälische) 3. Preis: Moses W. (Essen) “Ein Mann, eine Gitarre. Spielfreude, sowohl mit dem Publikum als auch auf dem Instrument zeichnen ihn aus; stimmgewaltig und in treffender Parodie liefert er völlig neue Interpretationen bekannter Evergreens. Niemand spielt so teuflich Heavy Metal unter seiner Bettdecke.” (aus der Begründung der Jury) Pressestimmen: “Moses W. aus Essen zeigte sich ebenfalls als Begnadeter, was seine technischen Fähigkeiten angeht. Ein Stimmkünstler.” (Bielefelder StadtBlatt) “Sympathiepunkte gab es sicher für das stilechte KISS-T-Shirt und seine schwäbische Version von Tom Jones Megahit `Sex Bomb´. Da scheint jemand eine besonders kühne Musikzusammenstellung im Plattenschrank zu haben.” (Westfalenblatt) “Wie sich Tom Jones, Dean Martin oder Him knödelnd in Frauenherzen singen, machte der Essener mit einer verblüffenden stimmlichen Verwandlungskunst deutlich. Trotz souveränen Auftretens unnd trotz origineller und recht ausgereifter Nummern reichte es `nur´ zum dritten Platz.” (Neue Westfälische) nominiert: Sybille und die kleinen Wahnsinnigen (Berlin), Hutter & Radl (Wien), Iris Lamouyette (Köln) In diesem Jahr kam es zu einer Besonderheit: bei Stimmengleichheit bei der wahl ins Finlae spielten dort neben den drei Preisträgern auch Hutter & Radl um den Pudding. In der Jury saßen in diesem Jahr: Claudia Bieber (Trotz-Alledem-Theater), Bernd Kegel (Bielefelder StadtBlatt), Matthias Gans (Neue Westfälische), Michael Thamm (WDR Landesstudio), Bodo Wartke (Vorjahressieger).
3. Bielefelder Kabarettpreis 2000:
Pressestimmen: "Spontan mit dem Publikum und artistisch am Klavier, gewährte Wartke Einblicke in die Omnipotenzfantasien des Helden. Dabei bewahrte er die Distanz, bzw. tändelte mit ihr." (Bielefelder StadtBlatt) "Er zog an beiden Abenden eine mitreißende Show ab. ... Messerscharfe und brutale Szenen bricht Wartke in ihrer Härte immer wieder auf. Ein bisschen böse, so ganz genüsslich - herlich gemacht." (Neue Westfälische) "Flink gleiten seine Finger über´s Piano und mit leichter Hand feuert Bodo seine Pointen los. ... Sprachliche Virtuosität in musikalischer Form." (Westfalenblatt) 2. Preis: Kerim Pamuk (Hamburg) „Ein sympathisches Erzählertalent, das mit Brüchen spielt. Man erkennt die Typen wieder und kann über sie lachen.“ (aus der Begründung der Jury) Pressestimmen: "Der deutsch-türkische Comedian Pamuk schaut der Welt genau aufs Maul. ... Tief in die Magengrube geht es zum Beispiel, wenn er von seiner Lehrerin erzählt, die 'immer um meine Integration bemüht war'. Diese klebrige Ich-versteh-dich-Pädagogik zerlegt Pamuk in ihre Bestandteile." (Neue Westfälische) "Pamuk schildert die Verstrickungen zwischen deutschem und türkischem Heldentum. Bei ihm begegnet man ehrenhaften Entführern von Opferlämmern, Machos im Schwimmbad, die leider nur eine Oma vorm Ertrinken retten dürfen, Wurstverkäuferinnen, Weicheiern und ihren Freundinnen mit Helferinnesyndrom - Typen, die man bei einem Spaziergang durch Altona so antrifft." (Bielefelder StadtBlatt) 3. Preis: Johann Köhnich (Köln) „Mit subtilem und feinem Humor schildert er - bisweilen als schizophrene Figur seinen Tagesablauf. Für absurde Poesie und gewagtes Gitarrenspiel hat er einen Preis verdient.“ (aus der Begründung der Jury) Pressestimmen: "Johann Köhnich spielt in seiner wunderbar schrägen Nummer eine schizophrene Figur, die stets sich selber beobachtet. Grausig schön, wie es ihm gelingt, ohne jede Regung mit kehlig-entrückter Stimme seinen Tagesablauf zu beschreiben. Der Kölner faszinierte, weil er ohne große szenische Mittel das Publikum in seinen Bann zog." (Neue Westfälische) "Gnadenlos entfaltete Köhnich seine Seelenzustände und entpuppte sich zum Ende als gehemmter Fantast." (Bielefelder StadtBlatt) "Köhnich mimt den liebenswerten Träumer, den man einfach gern haben muß. Das Publikum ist gespalten. Die einen krümen sich vor lachen, die anderen verstehen diese Art von Humor nicht so ganz." (Westfalenblatt) nominiert: Susi Brantl (München), Hans Gerzlich (Gelsenkirchen), Martin Kosch (Graz) In der Jury 2000 saßen: Tom van Hasselt (Vorjahressieger), Michael Thamm (WDR), Ingrid Stecker (Bielefelder StadtBlatt), Michaela Sauerwald (Schauspielerin am Trotz-Alledem-Theater), Matthias Gans (Neue Westfälische).
2. Bielefelder Kabarettpreis 1999:
Pressestimmen: „Wer die Menschheits-geschichte in einer Minute erklären kann, wer Brahms und Joghurt verbindet und von Pisse zur Apokalypse überleitet, der hat wahrhaft einen Kabarettpreis verdient. Experimentell, subversiv und intellektuell anspruchsvoll - mit diesen Attributen läßt sich das Programm des Musikkabarettisten Tom van Hasselt beschreiben.“ (Neue Westfälische) „Tom van Hasselt macht nicht unbedingt das, was im Kabarett en vogue ist. Leicht verdauliche Comedykost ist sein Ding nicht; der Kölner überzeugte mit hintergründigen Chansons, in denen er den Spagat zwischen leiser Kritik und lautem Klamauk wagte. Am Klavier sitzend, entfachte Tom van Hasselt eine atemberaubend schnelle, sprachliche Dichte und an Aha-Effekten reiche Satire.“ (Westfalenblatt) „Mit starrem Blick fixiert er das Publikum. Schweigt, fragt: ‘Ist hier jemand glücklich?’Und dann legt er los. Haut die Finger in die Tasten seines Klaviers, schraubt Wort an Wort, erklettert in der Stimme Hochhaushöhen, wird schrill, wird leise, wird laut - das sitzt an jeder Stelle!“ (Bielefelder StadtBlatt) 2. Preis: Vince Ebert (Frankfurt): „Pointierte Charakterisierung der alltäglichen Banalitäten, fließende Übergänge und pfiffige Unterstützung durch Gestik und Mimik bestimmen seinen Stil.“ (aus der Begründung der Jury) Pressestimmen: “Der Hesse Vince Ebert brabbelt ohne einen Versprecher und verfügt über ein schier unerschöpfliches Repertoire von Geräuschen und Gesten. Der an die zwei Meter große Stand-up-Comedian läßt sich über alltägliche Banalitäten aus und versteht den Spannungsbogen bis zuletzt zu halten.“ (Neue Westfälische) „Gute Stand-up-Comedy ist selten geworden.Ebert pointiert witzig die Banalitäten des Alltags mit hohem Wiedererkennungsgrad.“ (Bielefelder StadtBlatt) 3. Preis: Die letzte Instanz (Troisdorf): „Sie überzeugen durch parodistische Brillianz, Wandelbarkeit in den Rollen und Vielfältigkeit an Szenen.“ (aus der Begründung der Jury) Pressestimmen: „Über den dritten Platz freute sich die ‘letzte Instanz’ aus Troisdorf, die in ihrem Programm alltägliche Banalitäten auf die Spitze trieb und wirklich jeder Situation ein Maximum an Skurrilität abgewann. Herrlich, die Szenen im Supermarkt, entlarvend die Nikolausakademie! (Westfalenblatt) „Mit Klischees zu spielen ist eine der Stärken von ‘Die letzte Instanz’: Da entpuppen sich ein aggressiver Türke und ein Wodka-benebelter Russe als verkleidete Neonazis, die Ausländerhaß schüren wollen.Die Wandlungsfähigkeit der Akteure begeistert.“ (Neue Westfälische) „Regelrechte Beifallsstürme lösten die drei Jungs von der Truppe ‘letzte Instanz’ aus. Ihre kurzen Sketche bleiben zwar stets im Bereich des Kalauers, bestechen aber durch perfekte Imitationen.Gewagt nah gehen sie an die Schamgrenzen von Vorurteilen, Werbungshörigkeit und Kinderhass...“ (Bielefelder StadtBlatt) nominiert: Knut und Knut (Arnsberg), Markus Behr (Löhne), Cabavari (CH-Burgdorf) In derJury saßen: Jürgen Vogl (Vorjahressieger), Thomas Philipzen (Kabarettist), Friederike Töpler (Bielefelder StadtBlatt), Claudia Bieber (Schauspielerin), Matthias Gans (Neue Westfälische).
1. Bielefelder Kabarettpreis 1998:
2. Preis: Martin Reinl (Köln) 2. Preis: Die Rostocker Heiden (Woher wohl?)
Einige Pressestimmen: „Der Wiener Jürgen Vogl zeigte ein schräges Programm, das mit abstrusem, aber leisem Humor gefiel.“ (Neue Westfälische, Bielefeld) „Wie ein Wasserfall plauderte Vogl durch sein Programm und trieb dabei in seiner unverwechselbaren lakonischen Art und Weise die alltäglichen Banalitäten auf die Spitze ... Musik und Lieder am Keyboard halfen da weiter, wo man hätte sprachlos sein können.“ (Westfalenblatt, Halle) „Zurückhaltend, charmant, fast schüchtern, aber ‘total’ präsent trat der Mann aus Eichgraben auf die Bühne. ... Diesen Steve McQueen mit umgekehrten Vorzeichen mußte man einfach sympathisch finden. Vogl strahlte auf der Bühne eine natürliche Gelassenheit und unaufdringliche Überlegenheit aus. Ein Bein gelassen über das andere geschlagen, saß er auf seinem Stuhl, frontal zum Publikum gerichtet und erzählte seine ‘total netten’ Anekdoten. Perfektes Timing und treffsichere Pointen waren seine Stärke.“ (Bielefelder StadtBlatt) „Der Pudding ist weg: Jürgen Vogl aus Österreich sicherte sich durch Wortwitz und schrägen Humor die skurrile, an die Wand genagelte Trophäe und verlieh damit der Vergabe des 1. Bielefelder Kabarettpreises einen Hauch Internationalität.“ (Haller Kreisblatt) „Für den schrägsten Teil des Abends sorgte Vogl, der als einziger den Saal mit leisem und ab-strusem Humor zum Johlen bringen konnte. ... Ein herz- und hirnzerreißendes Soloprogramm ‘letzter Auftritt’.“ (Neue Westfälische) „Auch der Kölner Martin Reinl entpuppte sich als hoffnungsvoller Nachwuchsstar. ... Ebenso wie Jürgen Vogl setzt Martin Reinl auf skurrilen Nonsens und und rhetorische Pingpongspiele, die dem Wahnsinn des Alltags neue komische Seiten abgewinnen. ... Jürgen Vogl und Martin Reinl können auf jeden Fall mit so manch´ namhaften Comedystar mithalten.“ (Westfalenblatt, Halle) Über Martin Reinl: „Dank der Qualität seiner Stimmimitationen hatte der stets gewitze Solist die Lacher auf seiner Seite.“ (Bielefelder StadtBlatt) „Mit erstaunlicher Themenvielfalt und bewunderswerter Ernsthaftigkeit überzeugten die ‘Rostocker Heiden’ ... Schwungvoll und intelligent schalkte sich die Self-Made-Truppe ins Finale. Die ‘Heiden’ bargen einiges an kabarettistischem Talent und traten, ihrem zarten Alter angemessen, selbstsicher auf.“ (Bielefelder StadtBlatt) nominiert: Essigsaure Tonerde (Köln), Die Meiers (Kiel), Hagen Damwerth (Berlin) In der Jury saßen 1998: Thomas Philipzen (Kabarettist), Claudia Bieber (Schauspielerin), Matthias Gans (Neue Westfälische), Cornelia Fleer (Bielefelder StadtBlatt) und Michael Thamm (WDR Bielefeld).
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